Crack

Gestrecktes Kokain

Hergestellt wird Crack, indem Kokainsalz und Natriumhydrogencarbonat (Natron) vermischt und erhitzt wird. Es entsteht gestrecktes Kokain, das weitaus preiswerter ist als reines Kokain. Crack kann im Gegensatz zu Kokain geraucht werden.

Crack ist eine illegale Droge, deren Gebrauch und Handel in Deutschland verboten ist.

 

Crackrauchen

Crack wird in speziellen Glaspfeifen geraucht, die mit einem Feuerzeug erwärmt werden. Dabei entsteht ein knisterndes Geräusch, das Crack seinen Namen gab (to crackle = knistern).

 

Die Wirkung

Crack wirkt innerhalb von Sekunden auf die Vorgänge im Gehirn, so dass der Rausch schlagartig eintritt. Die Wirkung von Crack ist so intensiv, da der Körper Crack über die Lunge wesentliche schneller als geschnupftes Kokain über die Nasenschleimhäute aufnimmt. Nach ca. 10 Sekungen erreichen die Kokainmoleküle die Nervenzellen des Gehirns. Die zunächst erfolgende Anregung und Steigerung der Konzentrationsfähigkeit fällt dann plötzlich in das genaue Gegenteil ab und verwandelt sich in einen dramatischen psychischen Verfall. Siehe auch Kokain.

 

Akute Gefahren

Beim Crackkonsum kann die körperliche und seelische Abhängigkeit sehr schnell eintreten.

Zu hohe Crackdosierungen können zu Atemlähmung und Herzstillstand führen.

 

Crack – Kokain der Armen

Da Crack im Gegensatz zu Kokain sehr preiswert ist, hat sich der Konsum dieser Droge zunächst in der ärmeren Bevölkerung der USA ausgebreitet. Später streckten dann aber auch mehr und mehr Kokainkonsumenten ihren Stoff, um ihren Drogenbedarf decken zu können. Noch ist der Crack-Konsum in Deutschland relativ gering, doch befürchten Fachleute eine verheerende Ausbreitung der Droge.

 

Langfristige Gesundheitsschäden

Vermutlich durch das Rauchen von Crack verursachte Lungenschäden, Bluthochdruck, Appetitlosigkeit und Abmagerung sind Folgen des Crackkonsums. Zudem können Zustände, die einer Geisteskrankheit ähneln, ausgelöst werden.

Wegen der rasch notwendig werdenden Dosissteigerung und dem damit verbundenen Geldmangel geraten die Abhängigen schnell in Kriminalität und Verwahrlosung.

 

Hinweis:

Teile des Inhalts oder etwaige Grafiken entstammen folgender Quelle: Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen. Lexikon der Süchte http://www.fah.nrw.de/08-Infothek/01-Downloads_A-Z/S/Suchtpraevention_Lexikon_der_Suechte.pdf