Krass Korrekt

Ein Training zur Stärkung sozialer Kompetenzen.

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Seit den 50er Jahren ist die soziale Gruppenarbeit ein fester Bestandteil der drei Methoden der Sozialarbeit (Einzelarbeit, Gruppenarbeit und Gemeinwesenarbeit). Anfang 1990 wurde die soziale Gruppenarbeit in den Bereichen der Jugendhilfe und der Jugendstrafgesetzgebung – hier konkret die Anwendung von sozialen Trainingskursen – erstmals rechtlich abgesichert (§ 29 KJHG und § 10 JGG). Dieser Entwicklung folgend, entstanden soziale Trainingskurse und Programme mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Beispielsweise das durch die AG-Suchtvorbeugung entwickelte und auch hier dokumentierte Projekt „Leben in der Balance“, mit der Zielgruppe der straffällig gewordenen Cannabiskonsumenten.

Aufgrund der sich deutlich verändernden Lebenswelten jungen Menschen und einer damit teilweise verbundenen Orientierungslosigkeit – familiäre Strukturen brechen auf, Regeln und Grenzen werden im Erziehungsprozess weniger deutlich, Selbstorganisationsprozesse bei Kindern und Jugendlichen nehmen zu und die Schnelllebigkeit der medialen Entwicklung trägt mit zu einer Veränderung sozialer Strukturen und Netzwerke bei – lassen sich vermehrt Defizite im Sozialverhalten heutiger Kinder, Jugendlicher und Heranwachsender feststellen.

Auf diesem Hintergrund wurde im Kreis Warendorf ein soziales Training zu dem Thema ‚Soziale Kompetenzen‘ unter dem Namen „Krass Korrekt“ entwickelt, das sowohl in Schule, Jugendfreizeiteinrichtungen, Einrichtungen der Jugendhilfe aber auch im Rahmen von Jugendgerichtshilfe und Bewährungshilfe eingesetzt werden kann. Praxiserprobt wurde das Konzept in einer Berufsschule, einem Jugendzentrum und mit Probanden aus der Bewährungshilfe.
Verschriftlicht wurde es von Mitarbeitern der Fachstelle für Suchtvorbeugung des Arbeitskreises Jugend- und Drogenberatung im Kreis Warendorf e.V., der Jugendgerichtshilfe der Stadt Ahlen und der Bewährungshilfe Ahlen.

Das aus 15 Sitzungseinheiten (Module) bestehende soziale Trainingsprogramm „Krass Korrekt“ ist so konzipiert, dass es in allen Bereichen der Sozialarbeit, wo es um das Erleben bzw. Erweitern sozialer Kompetenzen geht, angewandt werden kann. Je nach Bedarfslage kann das vollständige Programm durchgeführt oder auch nur einzelne Module daraus ausgewählt werden (Baukastensystem).

Als Buch erscheinen wird „Krass Korrekt“ im Frühjahr 2016 in dem in Mülheim ansässigen Verlag an der Ruhr. Die einzelnen Module und die darin aufgeführten Übungen sind ausführlich und praxisnah beschrieben und mit entsprechenden Anleitungen versehen.

BEISPIEL: Darstellung der ICH-Zustände
Die Sitzungseinheit 6 beschäftigt sich mit dem Thema „Kommunikation und Gefühle“. Im Mittelpunkt dieser Sitzungseinheit steht die Transaktionsanalyse – mit einer Einführung zu den damit verbundenen drei Ich-Zustände Erwachsenen-Ich versus Erwachsenen-Ich, fürsorgliches Eltern-Ich versus trotziges Kind-Ich und strafendes Eltern-Ich versus angepasstes Kind-Ich.
Die nachfolgenden drei kurzen Filmbeispiele zeigen, wie sich das Verhalten in dem jeweiligen Ich-Zustand darstellt bzw. darstellen lässt:



Interesse geweckt an dem im Frühjahr 2016 erscheinendem Buch?
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Email an: Manfred Gesch, gesch@drobs-online.de.